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Streifzug durch die Pinakothek der Moderne in München

Die Pinakothek der Moderne an der Barer Straße in der Münchner Maxvorstadt vereint unter ihrem Dach vier unabhängige Museen, die in einer einzigartigen Konstellation verschiedene Bereiche der Kunst abdecken: Kunst, Graphik, Architektur und Design. Auf einer Fläche von ca. 12.000 Quadratmetern ist eine Gesamtschau der Künste des 20. und 21. Jahrhunderts möglich. Schon von außen besticht der Bau mit Sichtbeton und viel Glas. Für Freunde des Minimalismus, wie mich, ein wahrer Augenschmaus! Betritt man das große runde Entrée wird dieser Eindruck noch einmal verstärkt. Von der großen Rotunde verzweigen sich die vier verschiedenen Themenbereiche und ein niedliches modernes Café.


Mit "nur" zwei Stunden Zeit im Gepäck entschied ich mich für die Ausstellungen der Klassischen Moderne und der Gegenwartskunst im Obergeschoss, die man über große weite Treppen erreicht. Hier wird man direkt von mehreren übergroßen Werken von Andy Warhol im Flur begrüßt wird. In diesem Moment wusste ich: hier werde ich heute Freunde haben. Und das tat ich an diesem 2. Oktober in der Pinakothek. Zwischen Werken der "Brücke" und der "Blauen Reiter" lustwandelte ich bis hin zu Künstlern des Kubismus und Futurismus. Erstaunlich welche Werke alles unter diesem Dach zu finden sind. Picasso, Braque, Delaney, um nur einige zu nennen.


Begeistert hat mich auch ein Werk von FRANZ KLINE (New year wall, night, 1960), ein für mich bis hierhin unbekannter amerikanischer Gegenwartskünstler, bis 1962 in New York lebend. In den 50er Jahren gelang ihm der Durchbruch mit seiner Schwarz-Weiß-Malerei. In großen Zügen verwachsen die schwarzen Spuren mit den weiß-grauen Feldern und versprühen eine eher pessimistische Neujahrsstimmung, die mich dennoch nicht negativ stimmt an diesem grauen Oktobersonntag, sondern eher modern in die Zukunft blicken lässt. Ein sehr schönes übergroßes Werk, dass mich auch für mein eigenes weiteres kreatives Tun inspiriert hat.



Besonders zog mich die Installation des Künstlers ROMAN ONDÀK (Passage, 2004) in den Bann. 500 japanische Stahlarbeiter bekamen jeweils eine Tafel Schokolade und wurden gebeten, aus der Silberfolie der Verpackung Skulpturen zu formen, nachdem Sie die Schokolade gegessen haben. Heraus kam eine raumfüllende Platte auf der man, wahrscheinlich stundenlang, immer wieder neue Formen und Figuren entdecken kann. Schade, dass Sie nur von einer Seite zugänglich ist, sodass der Betrachter die gegenüberliegende Seite nicht wirklich vollständig erfassen kann.


Das Bild von FERDINAND HODLER (Jenenser Student, 1908) begeisterte mich, neben der Namensgebung des Werkes (Heimat!), vor allem durch die ruppige Pinselführung und die Pastellfarben, die in mir noch einmal die Sehnsucht nach einigen sonnigen Tagen wecken, bevor wir in die graue Jahreszeit übergehen.


Die Design-Ausstellung im Untergeschoss der Pinakothek wartet bereits im Eingangsbereich mit einer großformatigen weißen Installation von Audi auf (Audi Design Wall). Im Folgenden wird eine spannende Sammlung von 1900 bis in die Gegenwart gezeigt, die wir leider aufgrund des Zeitmangels nur anreißen konnten.



TIPP: Jeden Sonntag könnt ihr die meisten stattlichen Museen in München für einen symbolischen Eintritt von einem Euro besuchen. Also keine Budget-Ausreden!


PINAKOTHEK DER MODERNE

Täglich außer Mo 10.00 - 18.00

Do 10.00 - 20.00

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren haben in allen Häusern freien Eintritt.

10 Euro | ermäßigt 7 Euro

Sonntagseintritt 1 Euro

Mehr Infos

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