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Apfelstrudel mit Rosinen und Wallnüssen

Mhm, was duftet denn hier so fein? Als bekennender Fan der Alpenküche habe ich mich mal wieder an einen Klassiker gewagt und neu interpretiert. Doch wer jetzt glaubt eine Anleitung für selbstgemachten Blätterteig zu bekommen, den muss ich enttäuschen. Wie die Österreicher so schön sagen "das zieht sich wie ein Strudelteig" oder man "strudelt sich auch schon mal ab". Wir nennen das eher abstrampeln, denn die Prozedur ist ganz schön mühsam und zeitaufwändig.

Ein Klassiker neu interpretiert

Auch die klassische Füllung mit angerösteten Semmelbröseln ersetzen wir figurschmeichelnd durch zerhackte Mandeln, Rosinen und Nüsse. Zwar dennoch reichhaltig, aber wenigstens vitaminreich.

Die Geschichte des Apfelstrudels - die Araber warn's

Laut Wikipedia liegen die Ursprünge des Strudelteiges in Arabien, von wo aus er über Ägypten, Palästina und Syrien bis in die Türkei gebracht wurde. Von dort aus gelangte das Rezept nach der Eroberung Konstantinopels im 15. Jahrhundert, möglicherweise aus der türkischen Baklava oder einem gefüllten Fladenbrot weiterentwickelt, über den Balkan nach Wien. Da die Strudel lange haltbar waren, dienten sie den Soldaten als Marschverpflegung.


Erst im 16. und 17. Jahrhundert kam der Apfelstrudel aus Ungarn dann nach Wien. Während der Türkenbelagerungen erlernten die Ungarn die Zubereitung des hauchdünnen, von Hand gezogenen Teigs. Im Jahre 1696 wurde der Apfelstrudel erstmals schriftlich erwähnt.

Zutaten

1 Rolle Blätterteig aus der Kühlung

4 mürbe Kuchenäpfel (z.B. Boskopf)

1 Pkg Vanillezucker

1 Eigelb

Rosinen, ungeschälte Mandeln, Walnüsse (je nach Vorlieben)

1 Prise Zimt

etwas Puderzucker

Für die Sauce

1/2 Pkg Vanillepudding

200 ml Milch

Zubereitung

Für die Füllung die Äpfel schälen und vom Kerngehäuse befreien. Anschließend in Würfel schneiden und in eine Schüssel geben. Mit etwas Zitronensaft benetzen, das verhindert das Braunwerden. Eine kleine Hand voll Mandeln, Rosinen und Walnüsse grob klein hacken und zu den Apfelstücken geben. Mit einem Päckchen Vanillezucker und einer guten Prise Zimt abschmecken. Wer es süßer mag, kann gerne noch nachsüßen.


Nun eine halbes Päckchen Vanillepudding nach Anleitung kochen. 4-5 Löffel vom warmen Pudding zu der Füllung geben und unterheben. Zeitgleich unter den restlichen Pudding noch etwas Milch heben, sodass eine Vanillesauce entsteht. Beiseite stellen zum Auskühlen.


Jetzt den Blätterteig auf einem Backblech mit Backpapier ausrollen. Die Füllung mittig auf den Teig geben, sodass der Strudel von allen 4 Seiten zugeklappt werden kann. Die Ränder vor dem Zuschlagen mit Eigelb bestreichen.


Anschließend den Apfelstrudel von außen mit dem restlichen Eigelb bestreichen. Mittig auf der Oberseite einschneiden, um ein Aufplatzen zu verhindern. Bei 170 Grad für 30 min bei Ober- und Unterhitze goldbraun backen. Wenn er schon dunkel genug ist, könnt ihr ihn mit etwas Albfolie abdecken.


Mit Staubzucker bepudern und mit Vanillesauce servieren.


Andere Leckereien zum Strudel

Auch super zum warmen Apfelstrudel passt Eis. Neben dem klassischen Vanilleeis eignen sich aber auch markantere Sorten. Da mein Liebster keine Vanillesauce mag, gab es ein hellgrünes Kürbiskerneis mit Kürbiskernöl. Wer es noch extravaganter mag wählt schwarzes Vanilleeis (viel intensiver im Geschmack) oder Pistazie. Lasst es euch schmecken!

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